2011/2012

 

Tätigkeitsbericht des AMW 20011/2012 für die JHV 2012
am 21.12. 2012

1. Der AMW hat sich, wie in den Vorjahren, organisatorisch, personell und materiell (ausnahmslos mit Beträgen unter 100 Euro) an einer Vielzahl von Projekten beteiligt:
an Veranstaltungen der Initiative „Nein zum Krieg“ (der AMW ist Mitbegründer und –träger dieser Initiative), am „Politischen Salon“ von vhs und DGB, schließlich an der interdisziplinären Ringvorlesung (ZfK/ISEM) „Konflikte in Gegenwart und Zukunft“. Insbesondere die Bewirtungsrichtlinien der PUMa machen diese Hilfe unerlässlich (zumeist eine Frage der Höflichkeit…). Einschlägige Vorstandsbeschlüsse liegen vor.

2. Der AMW hat eine Reihe von öffentlichen Aufrufen unterzeichnet (mit Subskriptionssummen um die 20 – 40 €). So einen Aufruf zum Ostermarsch oder zur  Krise in und um Syrien (Weihnachtsanzeige in FR etc.).

3. Weitere Aktivitäten im Einzelnen:
3.1 Hauptaktivität war in 2012 die Veranstaltung „Symposium zur Todesstrafe. Zur Rechtfertigung der Todesstrafe im 21. Jahrhundert.“ Mitveranstalter war der Marburger Antifa-Ratschlag. Das Symposium wurde durch eine Spende des OB Vaupel via Sparkasse Marburg-Biedenkopf kostenneutral für den AMW finanziert.
3.2 Der AMW gehörte zu den Aufrufern (und Teilnehmern!) des „Osterspaziergangs 2012“ zum militaristischen Jäger-Denkmal in Bortshausen (9. April 2012).
3.3 Der AMW wurde zum Kooperationspartner des Zentrums für Konfliktforschung bei dessen Antrag zu „Erasmus Mundus“ (Januar 2012).
3.4.Der AMW gehörte zu den Aufrufern einer Erklärung „Die Bundeswehr wirbt auf dem Hessentag – dagegen protestieren wir!“ (19.3.2012)
3.5 Ebenfalls im Frühjahr unterzeichnete der AMW den „Brief an die Bundesregierung“ des Jüdischen Forums Frieden http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007423.html) mit der Forderung zu Nahost-Friedensgesprächen unter der Begleitung von erfahrenen Friedensforschern.
3.6 Wie in den vergangenen Jahren wurden auch in 2012 eine gemeinsame Veranstaltung mit der Humanistischen Union gemacht: Am 14. November 2012 sprach der stv. Bundesvorsitzende der HU, Werner Kerstin-Koep, zum Thema „Zivile Konfliktbearbeitung aus bürgerrechtlicher Sicht“.

4. Die finanzielle Situation: Das Spendenkonto (1.000.565.560 bei der SK Marburg-Biedenkopf) verfügt weiterhin über ein beruhigendes Haben (06.12.2012: 2.458,60 €) (05.12.2011: 2.722,76 €, 16.12.2010: 2.556 €, 29.11.2009: 3.014 €, 56, 20.11.2008: 3.112 €, 7.12.2007: 2.273 €); diese recht hohe Summe beruht vor allem auf Spenden für das ausgesetzte Jugoslawien-Projekt (2001 – 2003).
Weitere regelmäßige SpenderInnen mit kleinen Zuwendungen zwischen 10 und 30 €/Monat sind sehr willkommen. Den bisherigen ZuwenderInnen sei Dank! Das Konto konnte Anfang 2007 auf weitgehende Gebührenfreiheit umgestellt werden.

5. Unsere Schriftenreihe beim LIT-Verlag wurde schon vor Jahren mit neuem Leben erfüllt. JM. Becker/Herbert Wulf (letzterer ist Träger des Peter Becker-Preises 2006) gaben in 2008 das Buch „Zerstörter Irak – Zukunft des Irak?“ heraus und stellten es an mehreren Stellen vor, u.a. in der Ringvorlesung des ZfK vor 200 HörerInnen.
In 2010 wurde von den beiden Herausgebern ein Buch zum Afghanistan-Krieg geschrieben: „Afghanistan, Ein Krieg in der Sackgasse“. Die erste Auflage war nach wenigen Wochen vergriffen. Beteiligt war wieder eine hochqualifizierte Auswahl von LandeskennerInnen.
Im Sommer 2012 wurde von JM Becker und Gert Sommer in derselben Schriftenreihe herausgegeben: „Der Libyen-Krieg – Das Öl und die Verantwortung zu schützen“. Dieses Buch wird in 2013 in die 2. Auflage gehen. Auch dieses Buch wurde in der Ring-VL vor ca. 150 HörerInnen vorgestellt.

6. Immer wieder erfreulich und nicht zu vergessen, und hier noch einmal zu erwähnen: Das Finanzamt hat am 05.10.2011 die Steuerbefreiung für die Jahre 2008 bis 2010 erteilt und damit erneut unsere ordnungsgemäße Kontenführung und somit Gemeinnützigkeit bestätigt.
Besonderer Dank gebührt hier Jost Stellmacher, und mit ihm Kerstin Beyer. Anzuschließen ist ein Dank an unsere Kassenprüferinnen Daniela Stellmacher und Victoria Storozenko.

7. Derzeit kämpft der VS des AMW in Kooperation mit Prof. Dr. U. Wagner um eine Verlängerung der Maßnahme „Sonderprogramm 4“ der Hessischen Landesregierung für Frau Kerstin Beyer.
Zur Erinnerung: Vom 1.10.2009 bis zum 30.9.2010 war Frau Kerstin Beyer beim AMW beschäftigt, dies in einer Maßnahme zur „Eingliederung nach § 16 d (SGB) II.“ Aufgrund der beiderseits sehr guten Erfahrung in der Zusammenarbeit in der Maßnahme stellte die AG Sozialpsychologie (J. Stellmacher/U. Wagner) der Philipps-Universität einen Antrag auf Aufnahme von Frau Beyer ins „Sonderprogramm 4“ des Hessischen Sozialministeriums. Dieser Antrag hatte nach mehreren Nachforschungen etc. am 1.10.2010 Erfolg, und Kerstin Beyer war ab diesem Zeitpunkt für drei Jahre im ZfK sowie am FB 04 der PUMa beschäftigt. Wir versuchten sie in dieser Zeit systematisch fortzubilden.
Wir wünschen Frau Beyer viel Erfolg bei ihrer Arbeit in den beiden Instituten. Sie war u.a. an der Steuererklärung beteiligt.

(Verf. J.M. Becker)

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Vortrag und Buchvorstellung mit Dr. Kurt Pätzold

Aus dem deutschen Sprachgebrauch ist der Begriff „Faschismus“ verschwunden, ausgenommen, es ist von Italiens Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Rede. Den freigemachten Platz besetzt der von der Hitlerpartei mit Erfolg benutzte Etikettenschwindel „Nationalsozialismus“. Zu seine Rechtfertigung muss das Argument herhalten, damit werde die Einzigartigkeit – neudeutsch: das Alleinstellungsmerkmal –  der Partei und des Regimes mit dem Hakenkreuz gekennzeichnet. Was ist mit diesem „Tausch“ gewonnen, was verloren, darüber möchten wir mit dem Autor des eben erschienen Buches „Faschismus-Diagnosen“ diskutieren.

Marburg: Mittwoch, 13.01.2016, 20:00 Uhr; Technologie- und Tagungszentrum, Softwarecenter 3

Gießen: Donnerstag, 14.01.2016, 19:30 Uhr; DGB-Haus Gießen, Walltorstraße 17, Dachsaal

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